SCHWUNGSTANGE.DE Alles rund um den FLEXI-BAR

4Aug/080

Nürnberg Plus – Der Stab, der selbst die Scheichs begeisterte

Nuernberg_plus_08-08-title240Sportkurse mit dem Flexi-Bar sind stark im Kommen
Der Stab, der selbst die Scheichs begeisterte

Völlig unscheinbar sieht er auf den ersten Blick aus, dieser etwa eineinhalb Meter lange dünne rote Stab mit dem 'schwarzen Gummigriff in der Mitte. Allerdings erregte er schon kurz nach seiner Markteinführung vor fünf Jahren bei der internationalen Fitnessmesse Fibo großes Aufsehen. Ein erster Großabnehmer für den sogenannten Flexi-Bar war schnell gefunden. "Der Personal-Trainer eines Scheichs hat damals gleich eine größere Menge gekauft", erzählt Tanja Boyko von der Firma Flexi-Sports. Das Münchener Unternehmen hatte das Sportgerät 2002 entwickelt und auf den Markt gebracht. "Fünf Flexi-Bars mussten dann sogar gleich ins Hotel gebracht werden, da sie der Scheich vorab haben wollte."

Inzwischen ist der Flexi-Bar auch hierzulande zum beliebten Trainingsgerät avanciert. Zahlreiche Fitness-Studios bieten Kurse mit dem schwingenden Stab an, und besonders gerne wird auch in Rehazentren oder Physiotherapiepraxen damit gearbeitet. Das Prinzip dahinter hört sich einfach an: Ziel ist es, den Stab in Schwingung zu bringen und die Schwingung aufrechtzuerhalten - ohne, dass sich der restliche Körper mitbewegt. "Das erfordert große Konzentration und eine stabile Körperposition" , sagt Michael Danninger vom Gesundheitszentrum Medivital in Nürnberg. Der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann gibt regelmäßig Kurse, in denen ausschließlich mit dem Flexi-Bar gearbeitet wird. "Man trainiert die Stabilität genauso wie das Gleichgewicht und die Konzentration; außerdem wird durch die Vibration im Gegensatz zum einfachen Hanteltraining die Tiefenmuskulatur gekräftigt.

Geeignet, sagt Danninger, sei der Flexi-Bar für alle Zielgruppen, ein bestimmtes Alter oder sportliche Vorerfahrung seien nicht nötig. Allerdings braucht es oft einige Trainingseinheiten, um den Dreh überhaupt rauszubekommen. "Um den Schwingungen des Stabes entgegenzuhalten, muss im gesamten Körper eine Grundspannung aufgebaut werden. Das ist für viele Leute schwierig, daher üben wir in den ersten Stunden erst einmal nur das", sagt Danninger. Er macht vor, wie das in der Praxis ausschauen soll, stellt sich hüftbreit hin und streckt den Arm, der den Flexi-Bar umfasst, vor dem Körper aus. Mit einer schnellen, impulsartigen Bewegung bringt er den Stab in Bewegung. Bei dem geübten Trainer sieht das ziemlich einfach aus. "Das ist jetzt die Grundposition; hat man die mal drauf, kann man die verschiedensten Übungen damit kombinieren", sagt Danninger.

Training für den ganzen Körper

Zwar ist das Training mit dem Stab in erster Linie für Wirbelsäule, Rumpf und Schultermuskulatur gedacht. Kombiniert mit einem großen Ausfallschritt, auf allen Vieren oder auf dem Rücken liegend lässt es sich allerdings zum komplexen Ganzkörpertraining ausbauen. Zwei- bis dreimal pro Woche sollte trainiert werden. "Anfangs reicht es, jede Übung zwischen 15 und 45 Sekunden zu halten." Wer noch nie einen Flexi-Bar in der Hand hatte, sollte sich professionell anleiten lassen. Viele Krankenkassen bezuschussen das Training mit dem Schwingstab. Vorsicht ist geboten, wenn man sich einen eigenen Flexi-Bar anschafft. Aktuell machen nämlich billige Fälschungen aus Asien die Runde, die mit dem Original nur auf den ersten Blick etwas gemeinsam haben. "Bei den Imitaten ist das Material meist ganz anders und schwingt nicht richtig", warnt der Fitnesstrainer. Vier unterschiedliche Ausführungen des Flexi-Bars gibt es: den Flexi-Bar Standard, außerdem einen etwas kürzeren Kinderstab, einen Flexi-Bar Intenisv zur erhöhten Fettverbrennung sowie den Flexi-Bar Athletic. "Bei dem ist das Aufrechterhalten der Schwingung um einiges schwerer als beim normalen Stab, das ist vor allem für geübte Sportler gedacht", erläutert Danninger.

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